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Yard Management im internationalen Vergleich: DACH stabilisiert Prozesse, USA setzt auf Vernetzung und Skalierung

21.05.2026

Eine internationale INFORM-Umfrage unter 214 Fach- und Führungskräften aus Logistik, Industrie und Handel zeigt: Beim Yard Management verfolgen Unternehmen in DACH und den USA unterschiedliche Entwicklungsziele. Während im DACH-Raum stabile Abläufe und Effizienz im Vordergrund stehen, setzen US-Unternehmen stärker auf Vernetzung, Skalierbarkeit und Echtzeitsteuerung. Verspätete Anlieferungen und Störungen im Yard bleiben in beiden Regionen eine zentrale Herausforderung.

Der international tätige KI- und Optimierungsspezialist INFORM macht mit dem Vergleich von Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) sowie den USA sichtbar, wo beide Märkte Gemeinsamkeiten teilen und wo sich Prioritäten, Reifegrad und technologischer Fokus unterscheiden. Dies zeigt sich bereits bei den Anlieferungen im Werk. Im DACH-Raum berichtet keines der befragten Unternehmen von durchgängig planmäßigen Anlieferungen. Mehr als die Hälfte verzeichnet Verzögerungen bei bis zu 50 Prozent der Transporte, 14 Prozent sogar darüber. Die befragten Unternehmen aus den USA zeichnen ein etwas stabileres Bild: 44 Prozent berichten von Verspätungen bei weniger als zehn Prozent der Ankünfte. Zugleich nennt dort kein Unternehmen einen Verspätungsanteil von mehr als 50 Prozent aller Lkw.

Bei den Ursachen für Verzögerungen zeigt sich zunächst ein gemeinsames Muster. Unerwartete Störungen im Ablauf zählen in beiden Regionen zu den größten Belastungsfaktoren und werden jeweils von 66 Prozent der Befragten genannt. Im DACH-Raum treten darüber hinaus interne Engpässe deutlich stärker hervor. 64 Prozent der Befragten führen fehlende personelle oder technische Kapazitäten als Ursache an, in den USA sind es 45 Prozent. Unkoordinierte Lkw-Ankünfte bleiben ebenfalls auf beiden Seiten ein relevantes Problem und werden im DACH-Raum von 54 Prozent und in den USA von 47 Prozent der Befragten genannt. Ungenaue oder fehlende Zeitfenster werden von 37 Prozent der Befragten im DACH-Raum und von 43 Prozent in den USA genannt, überlastete Ladestellen von 35 bzw. 42 Prozent.

 

Digitalisierung schreitet voran, die Hürden unterscheiden sich

Im DACH-Raum setzen 59 Prozent der befragten Unternehmen bereits aktiv eine Yard Management Software ein, weitere sechs Prozent befinden sich in der Einführung. In den USA liegt der Anteil aktiver Nutzer mit 64 Prozent etwas höher. Zusätzlich planen dort zwölf Prozent die mittelfristige Einführung. Deutlicher als beim Nutzungsgrad unterscheiden sich die Hürden auf dem Weg zur Digitalisierung. Im DACH-Raum bremsen vor allem fehlende interne Kapazitäten (48 Prozent) sowie Integrationsfragen (27 Prozent). In den USA werden dagegen häufiger Budgetrestriktionen (47 Prozent), ein unklarer Business Case (39 Prozent) und der organisatorische Einführungsaufwand (32 Prozent) genannt.

Besonders deutlich werden die Unterschiede bei den Zielen, die Unternehmen mit einem Yard Management System verbinden. Im DACH-Raum dominiert die operative Effizienz: 77 Prozent der Befragten wollen Durchlauf- und Wartezeiten verkürzen, 51 Prozent den Lkw-Zulauf präziser steuern und 46 Prozent Personal sowie Ladestellen gleichmäßiger auslasten. In den USA ist das Zielbild breiter gefasst. Dort stehen neben einer besseren Planbarkeit des Zulaufs (70 Prozent) und einer gleichmäßigeren Ressourcenauslastung (64 Prozent) auch die Reduzierung von Standgeldern (62 Prozent) sowie mehr Transparenz über Verkehre und Prozesse auf dem Gelände (59 Prozent) weit oben auf der Agenda.

US-Unternehmen richten Yard Management stärker auf Plattformfähigkeit aus

Dieses Muster setzt sich bei den Anforderungen an moderne Yard-Management-Systeme und beim Blick auf die kommenden Jahre fort. Im DACH-Raum dominieren vor allem Funktionen, die den operativen Alltag unmittelbar entlasten. So nennen 65 Prozent der Befragten die mobile Voranmeldung per App oder Web-App, 63 Prozent Self-Check-in-Funktionen und 60 Prozent die Automatisierung von Abläufen. In den USA rücken zusätzlich stärker vernetzte Steuerungsfunktionen in den Vordergrund. Fahrerkommunikation (66 gegenüber 30 Prozent), Schnittstellen zu Telematik- und ETA-Plattformen (58 gegenüber 26 Prozent) sowie die Abbildung von Trailer Yards (57 gegenüber 25 Prozent) werden dort deutlich häufiger als relevant eingestuft.

Auch beim Blick auf die kommenden fünf Jahre zeigt sich ein anderes Reifeverständnis. Die befragten US-Unternehmen priorisieren mobile Bedienbarkeit (77 Prozent), Cloud-Architekturen (75 Prozent), tiefe Systemintegration (73 Prozent), KI-basierte Optimierung (71 Prozent) sowie Echtzeit-Tracking (70 Prozent). Im DACH-Raum fallen die Werte für diese Themen spürbar niedriger aus. 61 Prozent nennen mobile Bedienbarkeit, 49 Prozent Integration, 46 Prozent Echtzeit-Tracking, 45 Prozent KI und 31 Prozent Cloud. „Unternehmen im DACH-Raum und den USA verfolgen unterschiedliche Entwicklungspfade, doch in beiden Märkten wächst die Bedeutung einer verlässlichen Steuerung des Yards“, sagt Oliver Graf, Produktmanager bei INFORM. „Je dynamischer Anlieferungen, Ressourcen und operative Prioritäten werden, desto wichtiger ist ein gemeinsames Lagebild, das Orientierung schafft und belastbare Entscheidungen ermöglicht.“

über die umfrage

Dieses Muster setzt sich bei den Anforderungen an moderne Yard-Management-Systeme und beim Blick auf die kommenden Jahre fort. Im DACH-Raum dominieren vor allem Funktionen, die den operativen Alltag unmittelbar entlasten. So nennen 65 Prozent der Befragten die mobile Voranmeldung per App oder Web-App, 63 Prozent Self-Check-in-Funktionen und 60 Prozent die Automatisierung von Abläufen. In den USA rücken zusätzlich stärker vernetzte Steuerungsfunktionen in den Vordergrund. Fahrerkommunikation (66 gegenüber 30 Prozent), Schnittstellen zu Telematik- und ETA-Plattformen (58 gegenüber 26 Prozent) sowie die Abbildung von Trailer Yards (57 gegenüber 25 Prozent) werden dort deutlich häufiger als relevant eingestuft.

Auch beim Blick auf die kommenden fünf Jahre zeigt sich ein anderes Reifeverständnis. Die befragten US-Unternehmen priorisieren mobile Bedienbarkeit (77 Prozent), Cloud-Architekturen (75 Prozent), tiefe Systemintegration (73 Prozent), KI-basierte Optimierung (71 Prozent) sowie Echtzeit-Tracking (70 Prozent). Im DACH-Raum fallen die Werte für diese Themen spürbar niedriger aus. 61 Prozent nennen mobile Bedienbarkeit, 49 Prozent Integration, 46 Prozent Echtzeit-Tracking, 45 Prozent KI und 31 Prozent Cloud. „Unternehmen im DACH-Raum und den USA verfolgen unterschiedliche Entwicklungspfade, doch in beiden Märkten wächst die Bedeutung einer verlässlichen Steuerung des Yards“, sagt Oliver Graf, Produktmanager bei INFORM. „Je dynamischer Anlieferungen, Ressourcen und operative Prioritäten werden, desto wichtiger ist ein gemeinsames Lagebild, das Orientierung schafft und belastbare Entscheidungen ermöglicht.“