Wer Material, Kapazitäten und Aufträge gemeinsam betrachtet, erkennt die Folgen von Engpässen frühzeitig und bleibt handlungsfähig.
Material fehlt, zugesagte Liefertermine geraten ins Wanken und die Produktionsplanung muss innerhalb kürzester Zeit neu aufgesetzt werden: Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor?
Lieferengpässe sind für Fertigungsunternehmen kein neues Phänomen. Doch die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage erhöht die Unsicherheit erneut. Geopolitische Konflikte, Einschränkungen auf wichtigen Handelswegen, handelspolitische Spannungen sowie volatile Energie- und Rohstoffpreise wirken sich direkt auf industrielle Lieferketten aus. Gleichzeitig bleiben viele Unternehmen von einzelnen Lieferregionen oder spezialisierten Zulieferern abhängig.
Das zeigt sich inzwischen wieder deutlich in der deutschen Industrie: Im April 2026 berichteten 13,8 Prozent der Industrieunternehmen von Engpässen bei der Materialbeschaffung – im Januar waren es noch 5,8 Prozent. Im Maschinenbau stieg der Anteil auf 14,8 Prozent. Bei Herstellern elektrischer Ausrüstungen lag er sogar bei 17,2 Prozent.
Was zunächst nach einer Herausforderung für Einkauf und Logistik klingt, wird damit schnell zu einem Problem für die gesamte Fertigung. Denn sobald ein entscheidendes Bauteil nicht rechtzeitig eintrifft, verändern sich Auftragsreihenfolgen, Kapazitätsbedarfe und zugesagte Liefertermine.