Rügenwalder Mühle verbessert Absatzprognosen mit Software von INFORM
28.04.2026
Steigende Produktvielfalt, kurzfristige Aktionen und wachsende Anforderungen des Handels erhöhen bei der Rügenwalder Mühle den Druck auf die Absatzplanung. Mit KI-gestützter Software von INFORM schafft der Lebensmittelhersteller eine zentrale Planungsgrundlage für Vertrieb und Supply Chain Management. Seitdem läuft die Absatzplanung effizienter, die Prognosegenauigkeit hat sich spürbar verbessert und das Team profitiert von reduziertem Abstimmungsaufwand.

Verfüllung von veganem Schinkenspicker: Um die Absatzmengen ihrer Produkte präziser zu planen, setzt die Rügenwalder Mühle auf intelligente Unterstützung (Bildquelle: Rügenwalder Mühle).
Um der wachsenden Komplexität in der Absatzplanung gerecht zu werden, setzt die Rügenwalder Mühle seit Ende 2024 auf ADD*ONE, eine entscheidungsintelligente Optimierungssoftware des Aachener Softwareunternehmens INFORM. Als Marktführer im Bereich vegetarischer und veganer Fleisch- und Wurstalternativen hat das Familienunternehmen sein Sortiment in den vergangenen Jahren kontinuierlich erweitert und erzielt seit 2021 mehr Umsatz mit Fleischalternativen als mit Produkten aus Fleisch. Allein in den vergangenen Jahren kamen jährlich rund zehn neue Produkte hinzu. Damit stiegen auch die Anforderungen an Planung und Lieferperformance. Unterschiedliche Forecast-Logiken, dezentrale Excel-Tabellen und Medienbrüche machten den Prozess zunehmend aufwendig und unübersichtlich.
Zentrale Datenbasis ersetzt Excel-Prozesse
Die Rügenwalder Mühle suchte daher nach einer Softwarelösung, die Prognosen vereinheitlicht und relevante Datenquellen wie SAP, Aktionskalender und Handelsverkaufszahlen effizient miteinander verknüpft. Auf dieser Grundlage sollte eine fundierte, simulationsgestützte Entscheidungsgrundlage für Vertrieb und Supply Chain Management geschaffen werden. Gleichzeitig sollte die bereichsübergreifende Zusammenarbeit gestärkt werden, indem alle Bereiche auf einheitliche Zahlen und transparente Planungslogiken zugreifen können. Zudem sollte die Lösung den Arbeitsalltag erleichtern, den Abstimmungsaufwand reduzieren und die Transparenz in der Absatzplanung erhöhen.
Heute greift der Lebensmittelhersteller durch den Einsatz von ADD*ONE auf eine zentrale, verlässliche Datenbasis zu. Die in der Cloud betriebene Software ermöglicht es den beteiligten Bereichen, auf den jeweils relevanten Planungsebenen zu arbeiten. Dabei können sie beispielsweise nach Artikeln, Warengruppen, Kunden und Regionen sowie nach Umsätzen, Budgets oder Mengen filtern. „Wenn wir früher eine Mengenanpassung vornehmen wollten, haben wir das für jede Region einzeln in einer eigenen Excel-Tabelle gemacht, das hat pro Region schnell mal zehn Minuten oder mehr gedauert“, sagt Robert Wilck, Business Development Manager Supply Chain/Logistics bei der Rügenwalder Mühle. „Heute geht das in einer Minute und zwar zentral und für alle Regionen gleichzeitig. Gerade die Möglichkeit, Planungen von der obersten bis zur untersten Kundenebene gezielt durchreichen zu können, ist für uns einer der größten Vorteile.“
Präzisere Forecasts und mehr Transparenz bei Aktionen
Neben effizienteren Abläufen hat sich auch die Qualität der Planung spürbar verbessert. „Unsere Forecasts sind wesentlich präziser geworden, besonders bei Aktionsartikeln merken wir das deutlich. Fehlerhafte Planungen gehören inzwischen der Vergangenheit an“, so Wilck. Grundlage dafür sind die entscheidungsintelligenten Prognosealgorithmen der Software. Sie analysieren fortlaufend die im ERP-System SAP hinterlegten Vergangenheitsdaten und erstellen daraus einen tagesaktuellen Absatzplan. Zeichnen sich Abweichungen oder mögliche Engpässe ab, erkennt das System diese automatisch und schlägt proaktiv passende Maßnahmen vor. Das Team kann dadurch schneller reagieren und Planungen gezielt anpassen.
Zusätzliche Transparenz schafft die klare Trennung von Basis- und Aktionsmengen. Dadurch wird die Planung robuster und lässt sich frühzeitiger steuern. Auf diese Weise konnte das Unternehmen auch seine Lieferquote verbessern. „Unser Ziel war es, effizienter zu werden und die Komplexität besser in den Griff zu bekommen. Genau das haben wir erreicht“, resümiert Wilck. Auch für die nächsten Entwicklungsschritte hat das Unternehmen bereits konkrete Themen im Blick. Unter anderem soll das Bestandsmanagement weiter verbessert werden, um Lagerbestände noch bedarfsgerechter zu steuern. Darüber hinaus bereitet sich das Unternehmen auf den Wechsel zur ERP-Software SAP S/4HANA vor, an die sich ADD*ONE über zertifizierte Schnittstellen nahtlos anbinden lässt.
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